 | | Jurassic Park 3, (USA 2001). R: Joe Johnston, B: J. Taylor, A. Payne, P. Buchanan, D: Sam Neill, William H. Macy, Téa Leoni, Alessandro Nivola, Trevor Morgan, John Diel, Bruce A. Young, Mark Harelik, Laura Dern (nur ein paar Minuten) u.a., P: L. Franco, K. Kennedy, EP: Steven Spielberg, K: Shelly Johnson, E: Robert Dalva, M: Don Davis. UIP. Start: 2.8.2001
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Wenn Dinosaurier sprechen könnten Dann wären sie vielleicht gar nie untergegangen. Dann wäre aber vielleicht auch "Jurassic Park III" nicht untergegangen. Die überraschende Aussicht auf Dino-Konversation hat mich für Minuten mit der Hoffnung erfüllt, in der Fortsetzung von Spielbergs Crichton-Ausschlachtung könne zwischen all den Dschungelpflanzen und Saurierpfoten doch noch so etwas wie eine Idee aufblitzen. Diesmal geht es nämlich um sogenannte Raptoren, die nicht nur erwartungsgemäß besonders fies sind, sondern auch noch in einer Art Pfeifsprache kommunizieren. Forscher Dr. Grant (Sam Neill - der aus dem ersten Teil) hat sich von seinem Lieblingsdoktoranden einen Plastikschädel dieser Tiere fräsen lassen, auf dem man solche Töne pfeifen kann. Eingesetzt wird das Ding aber bloß ein einziges Mal. Leider konnte man sich wohl doch nicht dazu durchringen, den tumben Trickmonstern kesse Lippen anzudichten und das zweite Sequel ins offen Parodistische umkippen zu lassen. Geht ja auch oft schief, wie Alien 4 gezeigt hat. Erstaunlich, denn ansonsten verläßt sich Regisseur Joe Johnston gern aufs Komische: als Höhepunkt stiftet ein klingelndes Satellitentelefon Verwirrung, verzweifelt vermißt wegen erstens seines Inhabers und zweitens, um nach Hause telefonieren zu können. Ein T-Rex hat es verschluckt und dann in den Wald geschissen, unsere tropischen Wanderhelden müssen es nun aus dem Haufen puhlen. Spielberg fungiert übrigens nur noch als Produzent, hat sich zurückgelehnt, läßt seine Rechte arbeiten - wie auch Crichton. Eine Buchvorlage gab es nämlich gar nicht, und das merkt man der ‚Story' an. "Frei nach Charakteren von" hat man sich einen dünnen Vorwand ausgedacht, um eben jene auf der Insel auszusetzen, wo alles begann, und wo mächtige Tritte die Erde erschüttern. Das Sounddesign ist eigentlich das einzige, was hängen bleibt, nicht die Tricktechnik - als die notgelandeten Amis in ihrem halbierten Flugzeugwrack von einem Mammutbaum abstürzen und mit einem trockenen Krachen aufschlagen, hat mein Kiefer geschlackert wie neulich beim Fahrradunfall mit Asphaltkontakt. Bleibt noch zu bedauern, daß sich der geschätzte ewige Verlierer William H. Macy ("Fargo", "Magnolia") für diesen Dino-Mist hat einkaufen lassen - hier hat er seinen Sohn auf der Insel verloren. Und bleibt noch die übliche, leider oft fruchtlose Warnung auszusprechen: das Bauchvergnügen, wegen dem man sich dann doch immer wieder mal in die Cinemaxxe begibt, bietet "Jurassic Park III" überhaupt nicht. Die Langeweile ist dafür mit 90 Minuten nur halb so lang wie in "Pearl Harbor". Jakob Hesler A propos "Dino-Kot": Erstaunlich, wie milde mancher Connaisseur mit dem Serienprodukt umgeht. "Jurassic Park III is not as awe-inspiring as the first film or as elaborate as the second, but in its own B-movie way it's a nice little thrill machine", meint der gute alte Roger Ebert - und "fast and funny" fand ihn gar salon.com. Die Massenpresse urteilt aus dem Bauch - und hat recht: "Even the special effects alone aren't worth the price of admission." (USA Today). Und Michael Atkinson faßt in der Village Voice zusammen: "JP3 may be close to the purest example of what pop culture is best at producing. It's not a movie, it's a nitrous-powered dream probe launched into the soft cortex of every preadolescent and adolescent creature geek on Planet Earth."
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