 | | X-Men 2, (X2), USA 2003, 138 Min. R+Story: Bryan Singer; Story: David Hayter und Zak Penn; Buch: Michael Dougherty, Dan Harris; M+Schnitt: John Ottman; K: Newton Thomas Sigel; D: Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen, Halle Berry, Famke Janssen, Brian Cox, Alan Cumming, Anna Paquin, ua. 20th Century Fox, 1. Mai 2003
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It's you, it's you, it's always been in you Fantasy, Science Fiction, Abenteuerfilm? 'X-Men' ist anders. Comic-Verfilmung, Superhelden-Story, ja. Allerdings eine selten verfilmte Kategorie dieser Spezies. Die X-Men leben in dieser Welt. Sie gehen durchschnittlichen Beschäftigungen nach, haben Eltern und Verwandte, sind weder unverletzlich noch unsterblich. Und sie haben es nicht grundsätzlich und per se auf Erretung oder Zerstörung abgesehen. Kurz: Sie sind gewöhnliche Menschen. Bis auf eine Kleinigkeit: "Sie sind das nächste Glied in der Evolutionskette. Jeder von ihnen kam mit einer einzigartigen genetischen Mutation auf die Welt, jeder mit einer anderen außergewöhnlichen Fähigkeit, die sich erstmals in der Jugend zeigt." (Presseheft) Sie sind Mutanten, freaks of nature. Macht das nicht einen Riesenunterschied zu den uns sonst bekannten Superhelden? Öffnet das nicht unserer Vorstellungswelt Perspektiven, die direkt mit uns als Menschen zu tun haben? Die Natur ist doch etwas, was wir kennen wie nichts sonst. Und gibt uns das nicht einen Bewertungsmaßstab an die Hand, der uns bei Super-, Bat- und Spider-Man nicht zur Verfügung steht? Ganz zu schweigen von Märchen, wie 'Herr der Ringe' oder 'Starwars'. Natur ist in unserer Vorstellung zunächst materiell, körperlich (mutierende Körper) und also auch der Mensch mitsamt seinem Kopf (mutierende Psyche). Immer vorausgesetzt, dass der Wille Berge versetzen kann. "The Strangest Super-Heroes Of All!" (Marvel Masterworks: The X-Men Vol. 1) "Mutant High" aka "Xavier's School for Gifted Youngsters", der Hort des Guten, wird verraten. Ein gefährlicher Wissenschaftler namens Stryker fungiert als menschlicher Bösewicht, der im großen Stil gegen die Mutanten gerüstet hat: er initiiert "Operation: Zero Tolerance", ein militärisches Programm zum Genozid der Mutanten. Professor Xavier wird entführt und durch den ebenfalls telepathisch veranlagten Mutanten John Stryker manipuliert (Stryker's Sohn und Motivation): Durch Xavier's Telepathie sollen alle Mutanten getötet werden. Ein Teuflischer Plan, der die zwei Seiten der Mutanten, die X-Men und die "Brotherhood of Evil Mutants", zusammenschweißt. Klassisch. Das Besondere an der X-Men Saga wird im zweiten Teil noch deutlicher als im ersten: die Vielfalt der Charaktere ist noch größer, und die Psychologie der Figuren erschließt sich besser. So landen Wolverine, Pyro, Bobby (Iceman) und Rogue auf ihrer Flucht aus Mutant High als erstes bei Bobby's Eltern, um sie mit der Wahrheit über ihren Sohn zu konfrontieren. Diese reagieren schockiert mit Angst, sein Cousin mit Neid: er ruft die Polizei. Was folgt, ist ein Leben auf der Flucht und eine Aneinanderreihung vieler schneller Entscheidungen aller Beteiligten. Am Ende entdeckt Wolverine doch noch seine Vergangenheit. Und Dr. Jean Grey rettet die X-Men zu einem hohen Preis. Und doch: Der Krieg hat begonnen. Und damit ist klar: Ein dritter Teil ist unumgänglich. Auch wenn "X-Men 2" in sich geschlossen funktioniert, so gibt es doch diesen kleinen Wermutstropfen am Ende: Das nächste Sequel ist vorprogrammiert, und das beinahe schmerzhaft offensichtlich. Achim Wiegand Apropos "X-Men": X-Men Fansite, Ausführliche Details zu den Charakteren: http://membres.lycos.fr/zcomics/list_perso_us.htm X-Men Fansite, Ausführliche Details zu den Charakteren: http://www.uncannyxmen.net/ Marvel Masterworks: The X-Men Vol. 1: http://www.marvel.com/comics/trades/detail.htm?id=186 Schopenhauer Fansite: http://www.weltalswilleundvorstellung.de/
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